Warum es so wichtig ist, “Nein!” zu sagen

Im Artikel “Six Secrets to Saying No” schreibt Khafayah Abdulsalam auf der Website productivemuslim.com darüber, warum wir uns überwinden müssen, öfters “Nein!” zu sagen, wenn wir unsere eigene Produktivität bewahren möchten.

Es ist eine einfache Tatsache: Wenn wir mit zu vielen Verpflichtungen belastet sind, können wir nicht produktiv sein. Eine schlechte Organisation des Tagesablaufs hat zur Folge, dass wir uns in zu viele Richtungen orientieren. Die Leben im Diesseits wird uns beherrschen und wir werden den Kurs unserer Zeit, Werte und unseres Raumes aus den Augen verlieren. Als wir jung waren, war Nein-Sagen eines ersten Dinge, die wir uns aneigneten.

Seit  wir älter wurden, begannen wir unser Selbstbewusstsein zu verlieren und sagen stattdessen immer häufiger „Ja!“ zu vielen Anfragen. Wir bemühen uns, nette Menschen zu sein und wollen es allen recht machen.  Dabei stellen wir unsere wichtigen Ziele und Verpflichtungen immer mehr in den Hintergrund. Wir haben unser Leitbild verloren und fürchten uns immer häufiger, „Nein!“ zu sagen – aus Angst vor Ablehnung. Es beeinflusst unsere Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, weil wir denken, das würde unsere Beziehungen zu anderen Menschen gefährden. Wir dürfen aber nie vergessen, warum wir auf dieser Erde sind.  Alles beginnt damit, uns zu organisieren und selbst Verantwortung zu übernehmen. Umar (ra) erinnert uns: „Wenn du deinen eigenen Zeitplan kennst und deine Prioritäten setzt, kannst du dich besser kontrollieren und weißt, welche anderen Verpflichtungen du eingehen kannst.“ Die erste Person, zu welcher du „Nein!“ sagen solltest, bist du selbst. Sag‘ auf höfliche und standhafte Art und Weise „Nein!“ zu deinen Kindern, deinem Partner, deiner Familie und deinen Arbeitskollegen. Das Nein-Sagen ist im Grunde Ausdruck dessen, welchen Wert wir unserer Zeit und unserem Raum geben. Wie Allah uns in der Sure Al-Asr berichtet, sollte ein produktiver Muslim seine Zeit sinnvoll nutzen.

Ein Beispiel: Was geschieht, wenn man mit Kindern in ein Einkaufszentrum geht? Wir alle wissen, dass sie immer etwas finden werden, dass sie gerne haben möchten. Ist es klug, immer wieder „Ja!“ zu sagen und ihrer Bitte nachzugeben? Okay, manche werden denken, das wird die Wut- und Schreianfälle verhindern. Wenn man aber auf lange Sicht so vorgeht, wird das zu einem verwöhnten und undisziplinierten Kind führen.

Umar (ra) sagte etwas Wunderbares: „Ich lasse mich nicht täuschen – auch nicht von mir selbst. Deshalb muss der erste, zu dem ich Nein sage, ich selbst sein.“ Frag‘ dich selbst: Fällt es dir schwer, zu jemandem, zu dem du eine gute Beziehung aufgebaut hast, „Nein!“ zu sagen? Musst du oft länger arbeiten, weil du deine Arbeit nicht schaffst, wenn du damit beschäftigt bist, die Bitten anderer zu erfüllen? Wenn das der Fall ist, leiden deine Familie und Freunde in direkter Konsequenz dessen, dass du nicht „Nein!“ sagen kannst.

Aber „Nein!“ zu sagen, ist dein Vorrecht, um produktiv zu bleiben und Stress und Frustration zu vermeiden! Viele wollen unverzichtbar und hilfsbereit erscheinen. Lasst uns heute die Verpflichtung eingehen, zu den unwichtigen Dingen im Leben „Nein!“ und nur noch zu den Dingen, die uns am wichtigsten sind, „Ja!“ zu sagen.

Hier sind sechs praktische Lösungen, wie man es schafft, „Nein!“ zu sagen:

1. Sag‘ „Nein!“ zu dir selbst

Die erste Person, zu der du „Nein!“ sagen solltest, bist du. Der schwierigste Mensch, mit dem du zurechtkommen musst, bist du selbst. Es ist Zeit dazu, „Nein!“ zu sagen und zu akzeptieren, dass du anderen eine Bitte abschlagen können musst, um deine eigenen Ziele erreichen und deine Pflichten zur richtigen Zeit erfüllen zu können.

2. Teile dir deine Zeit ein!

Schaffe dir einen Überblick über deine Verpflichtungen und erkenne, wie wertvoll deine Zeit ist. Wenn dich jemand bittet, deine Zeit für eine neue Verpflichtung zu opfern, wirst du sofort wissen, ob du dazu in der Lage bist oder nicht. Wenn du deine aktuellen Belastungen und  Verbindlichkeiten ausgewertet hast und zu dem Schluss gekommen bist, dass du weitere Zusage geben kannst, erkläre freundlich, dass du viel zu tun ist und im Moment nicht in der Lage bist, zu helfen. Du musst höflich, aber standhaft über deine eigene Zeit bestimmen!

3. Plane im Voraus!

Im Voraus zu planen, bringt auf zwei Arten Ordnung in unser Leben: Erstens zeigt es dir auf, wie du von dem Punkt, an dem du gerade bist, dahin kommst, wo du hinmöchtest, und zweitens hilft es, herauszufinden, welche Schritte und welcher Aufwand notwendig ist, um dort hinzukommen. Im Voraus zu planen ist der Schlüssel dazu, Ereignisse in unserem Leben zu organisieren und zu bewältigen.

4. Bestimme deine Prioritäten!

Betrachte deine Ziele und Pläne genau, bevor du zustimmst, zusätzliche Arbeit auf dich zu nehmen. Wenn man bei den Verpflichtungen, die man eingeht, Schwerpunkte setzt, garantiert das, dass man seine Zeit und Energie nur für Dinge aufwendet, die einem wirklich wichtig sind. Selbst wenn du ab und zu freie Zeit hast (was wohl eher selten ist), solltest du dich fragen, ob eine neue Verpflichtung deine Zeit wirklich wert ist? Ich weiß für mich, dass mehr Verpflichtungen immer weniger Zeit mit meinen Kindern bedeuten, die mir wichtiger sind.

5. Sag’ „Nein!” zu deinem Chef!

Ja – manchmal müssen wir sogar zu Vorgesetzten „Nein!” sagen. Ab und zu denken wir, wir müssten den Wünschen unseres Chefs entsprechen, um unseren professionellen Ruf zu wahren. Ein Chef ist aber auch ein Mensch – also lass’ ihn wissen, dass deine Produktivität beeinträchtigt wird und deine bisherigen Verpflichtungen durcheinandergewirbelt werden, wenn du dauerhaft zusätzliche Aufgaben zugeteilt bekommst. Wenn dein Chef weiterhin darauf bestehen sollte, erkläre ihm freundlich, dass du nur in der Lage bist, eine bestimmte Menge zu erledigen.

6. Konzentriere dich wieder auf dich selbst!

Wenn du gebeten wirst, etwas für jemand anderen zu tun, ist es oft besser nicht gleich zuzusagen, sondern der Person mitzuteilen, dass man über die Idee nachdenken möchte, um keine impulsive Entscheidung zu treffen, zu der man später nicht stehen kann. So ist man in der Lage, die Entscheidung zu durchdenken und seine eigenen Verpflichtungen zu überprüfen. Dies kann aber keine Entschuldigung dafür sein, die Bitten der Menschen abzulehnen, für die wir verpflichtet sind, zu sorgen, wenn sie unsere Hilfe brauchen, wie zum Beispiel unsere Eltern. Wenn du schon einer Bitte deiner Familienmitglieder nicht nachkommen kannst, hast du in den meisten Fällen bereits eine Begründung, warum du deinen Freunden oder Kollegen nicht helfen kannst. Das hilft den anderen, deine Entscheidung zu verstehen und drückt die enge Beziehung zu deiner Familie aus. Eine solche Haltung ist entscheidend für ein enges Verhältnis zu den Menschen, die dir wichtig sind.

„Nein!” ist das neue „Ja!”

Dein Gegenüber wird dich viel mehr schätzen, wenn du ihm deine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken kannst, da du andere Anfragen abgelehnt hast. Dein Leben zuhause wird entspannter sein und deine Karriere angekurbelt werden. Du wirst dich auf die Dinge konzentrieren können, die dir wirklich am Herzen liegen und dich nicht immerzu mit Verpflichtungen aufhalten lassen müssen.

Wenn du sonst kaum „Nein!” gesagt hast, mach’ diese kleine Übung, die ich bereits mit meinen Kunden durchgeführt habe: Beginne damit, erst einmal im Stillen „Nein!” zu sagen und verstärke dann langsam die Intensität bis du es laut aussprichst. Führe dann einige Gesten aus, die die Gründe, die dich bisher nie „Nein!” sagen lassen haben, wegschieben. Beginne dann, die Lautstärke zu verringern, bis du beinahe flüsterst. Jetzt solltest du in der Lage sein, bestimmt, selbstbewusst und auch ruhig „Nein!” zu sagen.

Khafayah Abdulsalam ist eine stolze, alleinerziehende Mutter von vier Kindern, die zwischen 8 und 19 Jahren alt sind. Sie kann sich gut in die Themen einfühlen, mit denen sich andere Mütter konfrontiert sehen, und konzentriert sich dabei besonders auf Familienmanagement und die Freuden, die die Mutterschaft mit sich bringt. In den letzten Jahren hat sie erfolgreich andere Mütter beraten, wie sie ihre Rolle als Mutter nach islamischen Regeln am besten ausüben. Ihr Hauptberuf ist Mutter, Khafayah arbeitet allerdings auch ganztägig als Managerin in der Gehaltsabrechnung. Sie ist ein zertifizierter „Mommy Coach” und wurde von Scheich Muhammad Alshareef und einem NLP-Praktiker ausgebildet. Khafayah erhielt vor kurzem den Master in Business und Payroll Management. Du kannst ihr auf Facebook folgen und ihre neue Website besuchen: www.ummuka.com.

 

Bestimme deine Prioritäten!

Betrachte deine Ziele und Pläne genau, bevor du zustimmst, zusätzliche Arbeit auf dich zu nehmen. Wenn man bei den Verpflichtungen, die man eingeht, Schwerpunkte setzt, garantiert das, dass man seine Zeit und Energie nur  für Dinge aufwendet, die einem wirklich wichtig sind. Selbst wenn du ab und zu freie Zeit hast (was wohl eher selten ist), solltest du dich fragen, ob eine neue Verpflichtung deine Zeit wirklich wert ist? Ich weiß für mich, dass mehr Verpflichtungen immer weniger Zeit mit meinen Kindern bedeuten, die mir wichtiger sind.

Sag‘ „Nein!“ zu deinem Chef!

Ja – manchmal  müssen wir sogar zu Vorgesetzten „Nein!“ sagen. Ab und zu denken wir, wir müssten den Wünschen unseres Chefs entsprechen, um unseren professionellen Ruf zu wahren. Ein Chef ist aber auch ein Mensch – also lass‘ ihn wissen, dass deine Produktivität beeinträchtigt wird und deine bisherigen Verpflichtungen durcheinandergewirbelt werden, wenn du dauerhaft zusätzliche Aufgaben zugeteilt bekommst. Wenn dein Chef weiterhin darauf bestehen sollte, erkläre ihm freundlich, dass du nur in der Lage bist, eine bestimmte Menge zu erledigen.

Konzentriere dich wieder auf dich selbst!

Wenn du gebeten wirst, etwas für jemand anderen zu tun, ist es oft besser nicht gleich zuzusagen, sondern der Person mitzuteilen, dass man über die Idee nachdenken möchte, um keine impulsive Entscheidung zu treffen, zu der man später nicht stehen kann. So ist man in der Lage, die Entscheidung zu durchdenken und seine eigenen Verpflichtungen zu überprüfen. Dies kann aber keine Entschuldigung dafür sein, die Bitten der Menschen abzulehnen, für die wir verpflichtet sind, zu sorgen, wenn sie unsere Hilfe brauchen, wie zum Beispiel unsere Eltern.  Wenn du schon einer Bitte deiner Familienmitglieder nicht nachkommen kannst, hast du in den meisten Fällen bereits eine Begründung, warum du deinen Freunden oder Kollegen nicht helfen kannst. Das hilft den anderen, deine Entscheidung zu verstehen und drückt die enge Beziehung zu deiner Familie aus. Eine solche Haltung ist entscheidend für ein enges Verhältnis zu den Menschen, die dir wichtig sind.

„Nein!“ ist das neue „Ja!“

Dein Gegenüber wird dich viel mehr schätzen, wenn du ihm deine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken kannst, da du andere Anfragen abgelehnt hast. Dein Leben zuhause wird entspannter sein und deine Karriere angekurbelt werden. Du wirst dich auf die Dinge konzentrieren können, die dir wirklich am Herzen liegen und dich nicht immerzu mit Verpflichtungen aufhalten lassen müssen.

Wenn du sonst kaum „Nein!“ gesagt hast, mach‘ diese kleine Übung, die ich bereits mit meinen Kunden durchgeführt habe: Beginne damit, erst einmal im Stillen „Nein!“ zu sagen und verstärke dann langsam die Intensität bis du es laut aussprichst. Führe dann einige Gesten aus, die die Gründe, die dich bisher nie „Nein!“ sagen lassen haben, wegschieben. Beginne dann, die Lautstärke zu verringern, bis du beinahe flüsterst. Jetzt solltest du in der Lage sein, bestimmt, selbstbewusst und auch ruhig „Nein!“ zu sagen.

Khafayah Abdulsalam ist eine alleinerziehende, stolze Mutter von vier Kindern, die zwischen 8 und 19 Jahren alt sind. Sie kann sich gut in die Themen einfühlen, mit denen sich andere Mütter konfrontiert sehen, und konzentriert sich dabei besonders auf Familienmanagement und die Freuden, die die Mutterschaft mit sich bringt. In den letzten Jahren hat sie erfolgreich andere Mütter beraten, wie sie ihre Rolle als Mutter nach islamischen Regeln am besten ausüben. Ihr Hauptberuf ist Mutter, Khafayah arbeitet allerdings auch ganztägig als Managerin in der Gehaltsabrechnung. Sie ist ein zertifizierter „Mommy Coach“ und wurde von Scheich Muhammad Alshareef und einem NLP-Praktiker ausgebildet. Khafayah erhielt vor kurzem den Master  in Business und Payroll Management. Du kannst ihr auf Facebook folgen und ihre neue Website besuchen: www.ummuka.com.

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