Einen Ramadankalender basteln

Der Ramadan 2011 kommt nun immer näher, und ich möchte euch eine Idee vorstellen, die wir letztes Jahr hatten, und die meinem Sohn viel Spaß gemacht hat: ein Ramadankalender, nein vielmehr ein Mondbeobachtungskalender. Ich hatte zuerst überlegt, einen Kalender zu basteln, in dem er jeden Tag eine kleine Überraschung finden würde. Da der Ramadan allerdings 30 Tage hat und 30 sinnvolle kleine Geschenke schwer aufzutreiben waren, entschied ich mich dagegen.

In der Ramadan-Präsentation, die ich für ihn erstellt hatte und die er sehr gerne anschaute, war schon die Rede davon, dass der Ramadan vom Mond abbhängt. Um ihm das noch deutlicher zu machen, ein erstes Verständnis für das Ab- und Zunehmen des Mondes zu schaffen und um ein kleines Ramadan-Ritual zu beginnen, haben wir also diesen Kalender gebastelt.

Vor dem Schlafengehen haben wir oft die Präsentation angesehen und vom Balkon aus Ausschau nach dem Mond gehalten. Wenn wir ihn nicht sehen konnten, weil es bewölkt war, drehten wir den Pfeil trotzdem weiter und hofften, den Mond am nächsten Abend wieder sehen zu können.

Material:

  • Zeichenkarton oder Buntpapier und eine feste Pappe als Untergrund im A3-Format
  • kleine, runde Klebetiketten (spart Zeit und Nerven)
  • Bilder von den Mondphasen (z. B. von hier)
  • evtl. einen passenden Koranvers oder Hadith

Anleitung:

  • aus dem Zeichenkarton einen großen Kreis ausschneiden, mit 29 bzw. 30 der runden Klebeetiketten versehen und von 1 – 30 durchnummerieren (Markierungen mit einem Bleistift helfen, diese gleichmäßig zu verteilen)
  • von Hand oder mit dem PC einen beliebigen Schriftzug aufbringen (z. B. “Herzlich Willkommen, Ramadan!” oder “Wir beobachten den Mond im Ramadan”)
  • evtl. den Koranvers oder Hadith dazuschreiben oder aufkleben
  • aus andersfarbigen Zeichenkarton einen größeren Kreis ausschneiden (da unser Kalender größer als A3 ausfiel, bastelte ich mir den äußeren Kreis aus drei verschiedenen Farben) und unter den Innenkreis kleben
  • die Mondphasen ausdrucken, evtl. den Mond gelb ausmalen (lassen) und ausschneiden – an diesem Punkt ist Vorsicht geboten, da die ausgeschnittenen Teile leicht durcheinander geraten und man später arg ins Puzzlen gerät (siehe Bemerkung zu unseren Fehlern weiter unten)
  • nun die Mondphasen neben die entsprechenden runden Etiketten kleben – zur Sicherheit mit der folgenden Übersicht vergleichen: Mond im August 2011
  • aus dem Tonkarton einen Pfeil ausschneiden, evtl. laminieren und mit einer “Musterbeutelklammer” (so soll dieses Ding heißen …) in der Mitte des Kalenders befestigen

Uns sind einige Fehler unterlaufen, die ihr nicht unbedingt nachmachen müsst:

  1. Es heißt nicht “al-Ramadan” (wie im arabischen Schriftzug), sondern schlicht “Ramadan”.
  2. Ab dem 15. Ramadan sind die Bilder des Mondes seitenverkehrt – das heißt, sie hätten genau andersherum aufgeklebt werden müssen. Das habe ich zum Beispiel auch erst in der Mondbeoachtungsphase gelernt!
  3. Überlegt euch genau, ob und von wo aus ihr einen guten Überblick über den Nachthimmel habt. Von unserem Balkon aus konnten wir den Mond zeitweise trotz des sternenklaren Himmels nicht sehen, weil er sich auf der anderen Seite des Hauses befand.

Je nachdem, wie alt die Kinder sind, kann man bei der Gelegenheit die Mondphasen noch genauer besprechen. Einige Anregungen:

  • Eine einfache Animation der Mondphasen:

  • Ein englischsprachiges Video des History Channel für ältere Kinder:

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