Ein Award – oder einfach ein paar persönliche Antworten

 

Sisterhood of the World Bloggers AwardHuch, nun hat es mich auch erwischt. Ein Award – das ist dieses typische Blogger-Ding, stimmt’s? Der “Sisterhood of the World Bloggers Award” … ich weiß nicht so wirklich, was ich damit jetzt machen soll. Und eigentlich verstehe ich mich ja nicht mal als Bloggerin. Na gut, was soll’s. Die Fragen von Saxhida beantworte ich auf jeden Fall gern, dann muss ich nur noch sieben (!) andere Blogger/innen finden, denen ich meine zehn Fragen stelle. Na gut, versuchen wir es mal! 🙂

1.What are the five best things that have happened to you?

Das beste, was mir je passiert ist, war, dass ich den Islam kennengelernt und als Wahrheit begreifen durfte. Außerdem gehören zu den besten Dingen in meinem Leben, dass ich meinen Mann kennenlernen durfte und mit einem wunderbaren, aufgeweckten Sohn gesegnet bin. Ich habe die Gabe, die meisten Dinge positiv zu sehen und immer einen Ausweg finden zu können. Probleme drehe und wende ich solange in meinem Kopf, bis ich eine Idee davon bekomme, wie das Probleme zu lösen sein könnte. Zu den besten Dingen in meinem Leben gehört also außerdem, dass ich – wie auch immer es dazu kam – eine positive Lebenseinstellung habe und eigentlich nie den Mut und die Gelassenheit verliere. Das mag banal klingen, ist es aber eigentlich gar nicht. Es ist existenziell für mein Leben.

2.What is your favorite Hijab-Color?

Definitiv blau.

3.Why are you blogging?

Es fing so an, dass meine Mutter – eine freischaffende Künstlerin – vor ein paar Jahren einen eigenen Internetauftritt haben wollte. Jemanden zu beauftragen, war zu teuer. Als sie überlegte, bei irgendeinem Anbieter selbst eine mit diesem Baukastenprinzip zu erstellen, war ich total dagegen, da ich diese Baukasten-Websites absolut unterirdisch fand. Ich sagte zu ihr: “So schwer kann das doch nicht sein!” und begann mich in das Thema einzulesen. Irgendwann verkündete ich: Ich werde dir eine Website machen! Und genau das tat ich (mit Joomla).

Als dieses Projekt beendet war, hatte ich eigentlich erst richtig Feuer gefangen und wollte irgendwie noch mehr ausprobieren und lernen. Da habe ich eine eigene Website mit Joomla erstellt.

Mein Ziel war und ist es in erster Linie nicht, für andere zu schreiben. Ich interessiere mich für ziemlich viele verschiedene Dinge, recherchiere, lerne, entwickle mich weiter – manchmal fallen dabei Nebenprodukte ab, die vielleicht auch anderen Nutzen bringen können. Meine Website, mein Blog ist ein Sammelsurium der Dinge, über die ich nachdenke und mit denen ich mich befasse. Manchmal habe ich mehr Zeit dafür, manchmal weniger. Das wichtigste ist mir: der Blog soll nicht bestimmen, wann ich mich mit welchen Dingen beschäftigen. Ich möchte die Kontrolle behalten und mich nicht schuldig fühlen, wenn es hier mal still ist. Der Blog ist mein Notizbuch, das ich von überall aus einsehen kann, wo ich Wissen für mich strukturiert ablege, und in dem ich auch andere lesen lasse.

4.What´s your goal in life?

Ich habe viele, viele Ziele und Träume, und oft habe ich Angst, dass mein Leben beendet sein könnte, bevor ich sie verwirklichen kann. Ich bemühe mich darum, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Und was heißt besser? Besser als Muslima. Mehr Wissen, mehr Glauben, mehr entsprechende Taten, um die Waagschale des Guten zu füllen.

5.Tea or Coffee?

Ich mag beides.

6.What is your favorite Hadith?

Ich kenne viel zu wenige, und dennoch gibt es zu viele, die ich nennen könnte. Viele sind besonders und sprechen mich in bestimmten Situationen mehr an, in anderen weniger. Das Bild, das im folgenden Hadith gezeichnet wird, gefällt mir sehr gut:

“Das Gleichnis eines Gläubigen ist wie eine geschmeidige Pflanze: Aus welcher Richtung auch immer der Wind kommt, neigt sie sich mit ihm, und wenn sie wieder aufrecht steht, so ist sie durch die harte Prüfung stärker geworden. Das Gleichnis eines Frevlers aber ist wie eine Pflanze, die steif und solange gerade steht, bis Allah sie auf einmal, aber für immer bricht, wenn Er will.” (Sahih Bukhari)

7.What is the best lesson your parents have teached you?

Meine Eltern haben mir eine glückliche, unbeschwerte Kindheit geschenkt, auf die ich mein Leben mit einem gesunden Vertrauen und einer positiven Grundhaltung aufbauen konnte. Ich frage mich manchmal, wie ich zu der Person geworden bin, die ich heute bin. Meine Eltern haben sicher einen großen Anteil daran.

Ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie mich und meine Gedanken schon sehr früh ernst nahm. Sie hat mir immer das Gefühl gegeben, dass sie mir und meinen Entscheidungen vertraut, hat mich – insbesondere als Jugendliche – nie zu etwas gedrängt oder mich bevormundet. Das hat, so glaube ich, dazu geführt, dass ich mir selbst vertraue. Dass ich mir viel zutraue. Dass ich mich und meine Bedürfnisse im Laufe der Zeit gut kennengelernt habe. Dass ich keine Angst davor habe, danach zu streben, das umzusetzen, was ich für richtig halte. Meine Ideen zu verwirklichen. Nicht stehen zu bleiben. Meine Mutter hat erreicht, dass ich in meinem Leben Zufriedenheit und Sicherheit fühle, und dennoch in Bewegung bleibe. Liebsten Dank dafür.

8.What do you wish for in Jannah?

Ich wünsche mir, das Paradies zu erreichen.

9.What´s your favorite place at home and outside?

Zuhause: mein Bett. Also mal ehrlich, gibt es etwas schöneres, als nach einem langen, anstrengenden Tag in die kühlen Fluten eines mit Baumwollwäsche bezogenen Bettes zu tauchen und den Kopf in die frische Weiche des Kopfkissens sinken zu lassen? Manchmal danke ich Gott dafür, diese tiefe Entspannung und Ruhe empfinden zu dürfen, wenn alles von mir abfällt und ich einfach einen Moment Glück fühle. Draußen: Das Meer. Der frische Wind. Weite. Den Kopf durchblasen lassen. Ich liebe es.

10.Will you forgive me my awful english skills?

Will you forgive me that I answered your questions in German language? 🙂 Und jetzt bitte ich bitte die folgenden 7 tollen Menschen meine Fragen zu beantworten. Ich muss sagen, ich hatte erwartet, dass es schwierig wird, diese sieben Blogger/innen zu finden. Letzten Endes hatte ich eine Liste mit etwa 15 Namen, aus der ich mich für die folgenden entschieden habe. Ich mag die Sachen, die ich von euch im Internet mitbekomme, total! Und ich würde mich freuen, wenn ihr jetzt Lust hättet, meine Fragen zu beantworten. And the Sisterhood of the World Bloggers Award goes to …

http://www.ausgerechnet-islam.com/
http://erolkevser.blogspot.de/
https://esimmasallah.wordpress.com/
https://betuelulusoy.wordpress.com/
http://mervykay.wordpress.com/
http://eine-unbekannte-welt.blogspot.de/ (nicht mehr aktiv)
http://ichbinmuslim.wordpress.com/

Ich habe mich entschieden, auf deutsch zu antworten – falls ihr wieder auf Englisch antworten wollt, könnt ihr das gern tun. Ich dachte mir nur, dass ich lieber die Sprache wähle, in der mich am besten ausdrücken kann. Es gibt bei diesem Award-Dingsda übrigens ein paar Regeln … nämlich die folgenden.

The Rules which need to be followed: 

  1.  Provide the link to the person who nominated you.
  2. Add the reward logo.
  3. Answer the questions your nominator has asked.
  4. Nominate 7 other bloggers and let them know via comments.
  5. Ask your nominees 10 questions.

Und nun endlich meine 10 Fragen …

  1. Welche Bedeutung hat deine Religion in deinem Leben?
  2. Was bedeutet der Islam für dich?
  3. Wie stellst du dir eine “ideale” muslimische Community in Deutschland vor?
  4. Was ist aus deiner Sicht das größte Problem der muslimischen Community in Deutschland?
  5. Was zeichnet dich aus und was  ist es, dass du besonderes leisten kannst, das andere vielleicht nicht so gut können?
  6. Gab es irgendwann einen Punkt in deinem Leben, an dem du dich bewusst entschieden hast, deiner Religion einen kleineren oder größeren Stellenwert zu geben? Wenn ja, gab es einen besonderen Auslöser und welchen?
  7. Was würdest du Deutschland unbedingt sagen wollen, wenn du in eine Talkshow zum Thema Islam eingeladen werden würdest?
  8. Was macht dir am meisten Angst, wenn du an die Zukunft denkst?
  9. Und was macht dir wiederum Hoffnung, dass vielleicht doch alles/manches gut werden könnte?
  10. Welche Person in deinem Leben hatte deiner Meinung nach den stärksten positiven Einfluss auf dich?

Wenn – neben den Nominierten – eine/r meiner Leser/innen Lust hat, auf irgendeine der Fragen hier oder auf dem eigenen Blog zu antworten, freu’ ich mich drüber (bitte gern Link posten!).

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3 Gedanken zu „Ein Award – oder einfach ein paar persönliche Antworten“

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